Vielfältiges Programm für Gäste aus Russland

Gemeinsam schwäbische Kässpätzle machen.
Aufmerksam beobachtet von Schulleiter Stefan Weißert (Zweiter von links), haben die russischen Gäste ihren akticen Beitrag zu gelungenen und wohlschmeckenden Kässpätzle geleistet. Foto: Schwarz

Kässpätzle, Klassik, Kabel, Kapelle und Kaltes Feld

Zum vierten Mal besuchte eine Delegation der beruflichen Schule Dmitrow in Russland die Grafenbergschule. In einer spannenden Woche erlebten die Gäste nahezu alles, was der Kreis und das Ländle so zu bieten haben. Natürlich wurde auch dieses Mal unter der fachkundigen Anleitung von Werkstattlehrer Gerd Seebo gemeinsam gekocht. Kässpätzle gab’s.
Neben einem Stadtrundgang durch Schorndorf, Vergnügen in Tripsdrill oder Schwimmen im Erlebnisbad Fellbach und der Besichtigung des Ludwigsburger Schlosses stand für die Schüler der Unterricht im Vordergrund. Im Elektrolabor der Grafenbergschule hatten sie es mit den deutschen Partnern mit allerhand Kabeln zu tun. Die Begeisterung für die Qualität der dualen Ausbildung ist bei allen ausländischen Gästen der Grafenbergschule ungebrochen. So waren die Russen beeindruckt, als die Azubis des ersten Lehrjahres sie souverän durch die Ausbildungswerkstatt bei Stihl führten. Für sie kaum zu fassen, dass es sowohl in der Firma als auch in der Berufsschule solche Werkstätten gibt. Die Kultur kam nicht zu kurz: ein Besuch der Grabkapelle auf dem Württemberg und ein Konzertbesuch im Porschemuseum standen auf dem Programm.
Der Austausch zwischen den Beruflichen Schulen ist ein Säule der Partnerschaft zwischen dem Rems-Murr-Kreis und dem Rajon Dmitrow. Bei einem Mittagessen erfuhr Landrat Dr. Sigel aus erster Hand von den Erlebnissen und Eindrücken, die die russischen Gäste erzählten. Wenn Jugendliche aus unterschiedlichen Ländern sich begegnen, gemeinsam kochen oder in ihren Schulalltag reinschnuppern, entsteht aus Spaß Vertrauen, aus Neugierde Wissen. Und bestimmt kein Hass. Für das Lehrerteam der Grafenbergschule, unterstützt vom Schulleitungsteam und der ehrenamtlichen Dolmetscherin Olga Traub, war es eine anstrengende Woche, aber: „Es war toll, alle waren begeistert!“.

 

Quelle
Schorndorfer Nachrichten, 23.05.19, Schorndorf aktuell, Seite 8
Pressearbeit
sa / Grafenbergschule